Vaskulitiden (Gefäßentzündungen)

Wir sind Gründungsmitglieder des 2020 neu gegründeten Vaskulitis-Zentrum Nord (VZN). Bei den Vaskulitiden handelt es sich um Entzündungen der Gefäße (Vas =Gefäß). Die am häufigsten verwendete Klassifikation der Vaskulitiden orientiert sich an der Größe der präferentiell befallenen Gefäße. Somit werden Großgefäßentzündungen, Entzündungen der mittelgroßen Gefäße und Kleingefäßentzündungen unterschieden. 

Aufgrund der Tatsache, dass jedes Organ direkt bzw. indirekt über Gefäße versorgt wird, kann prinzipiell jedes Organ des Körpers von einer Gefäßentzündung betroffen sein.

Falls möglich sollte die feingewebliche (histologische) Sicherung der Diagnose angestrebt werden.

Nach der Chapel Hill Consensus Conference zur Nomenklatur der Vaskulitiden werden unterschieden:

Symptome

Je nach Größe und Lokalisation des durch die Vaskulitis betroffenen Gefäßes können eine Vielzahl von (unspezifischen) Symptomen auftreten. Da der gesamte Körper durch große und kleine Gefäße mit Blut versorgt wird, kann die Vaskulitis auch in jedem Teil des Körpers zu einer Minderversorgung mit Blut führen. Somit kann die Vaskulitis unter anderem zu einem Herzinfarkt, einer Erblindung oder einem Nierenversagen führen.

Diagnostik

Die Schwierigkeit bei der Diagnosefindung ist, dass zu selten an die Erkrankung gedacht wird. Für die Diagnosestellung ist die Patientengeschichte ebenso wichtig wie die körperliche Untersuchung, die Laboruntersuchungen oder die bildgebenden Verfahren. Nur die Gewebeprobe kann letztendlich den sicheren Beweis erbringen, wobei dieses nicht immer gelingt und im Einzelfall auch ohne beweisende Gewebeprobe von dem Vorliegen einer Vaskulitis ausgegangen werden kann.

Therapie

Durch den Einsatz von antientzündlichen Therapien konnte bisher die Prognose der Erkrankungen wesentlich gebessert werden. Es stehen heute eine Vielzahl von geeigneten Therapien zur Verfügung. Bei der Auswahl der richtigen Therapie ist das Verhältnis von Wirkung und Nebenwirkung für jeden Patienten individuell zu berücksichtigen. Die bisherigen Therapien führen zu einem Rückgang der Entzündung, führen aber nicht zu einer Heilung der Vaskulitis.

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  • Die richtige Diagnose: welche Formen es gibt, welche Symptome auftreten, und wie eine sichere Diagnose gestellt wird
  • Gezielte Behandlung: welche Medikamente und andere Therapien in welchem Stadium helfen und was zur Vorbeugung eines Schubes wirksam ist
  • Leben mit der Erkrankung: wie Sport, die richtige Ernährung sowie der Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen helfen können

Die Herausgeber sind die John Grube Foundation - ein von Betroffenen gegründeter Förderverein; Dr. med. Peer Aries, Facharzt für Innere Medizin, Rheumatologie, Immunologie und Ernährungsmedizin; Prof. Dr. med. Bernhard Hellmich, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, Rheumatologie und Immunologie der medius Kliniken Kirchheim unter Teck und PD Dr. med. Christof Iking-Konert, Leiter des Departments für Rheumatologie am Stadtspital Zürich, Schweiz

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